Gastartikel von komma99
Der Purpose allein reicht nicht mehr
Der Purpose ist die Basis für die gesamte Leadership-Reise. Er beantwortet eine simple Frage: „Wozu gibt es uns?“
Und genau damit beeinflusst er Entscheidungen im Unternehmen, Verhaltensweisen und die Kommunikation. Ist der Purpose glaubwürdig, stärkt er die Unternehmenskultur, schafft Orientierung und wirkt inspirierend auf Kunden, Partner und Investoren.
Doch eine Vision allein reicht heute nicht mehr, um Mitarbeiter gut zu führen. Es braucht Verständlichkeit, Relevanz und Resonanz. Denn wer wirklich führen will, muss verstanden werden.
Das bedeutet auch, dass der Purpose erlebbar und umsetzbar sein muss, sowohl im Alltag als auch in der Kommunikation. Nur dann kann er eine Wirkung erzielen. Eine Wirkung in Form von Motivation, Vertrauen und letztlich messbarer Performance.
Storytelling macht Purpose erlebbar
Genau hier kommt das Storytelling ins Spiel. An dieser Stelle wird es jedoch nicht, wie in der Werbung, als Übermittler von Verkaufsbotschaften verwendet. Vielmehr geht es um sinnstiftende Narrative, die Menschen emotional binden.
Dass solche Narrative das Leadership zielführender und erlebbarer machen als Zahlen und Statistiken ist sogar neurowissenschaftlich belegt. Heutzutage weiß man, dass unser Gehirn auf Geschichten programmiert ist. Und damit sind Geschichten einprägsamer und besser geeignet, um Komplexität zu verarbeiten.
Beispiel
In einer Firma stehen Veränderungen an. Diese lösen Unsicherheiten aus, auf die oft nur mit Powerpoint-Folien inklusive schönen Wachstumszahlen reagiert wird. Die Führungskraft in unserem Beispiel entschied sich, das Meeting mit einer persönlichen Geschichte zu eröffnen:
Sie erzählte von einem Moment der Unsicherheit in ihrer eigenen Karriere, davon, wie Wandel Vertrauen braucht und wie es bei ihr am Ende zum Erfolg geführt hat. Der Effekt: Die Belegschaft hörte zu, fühlte sich eingebunden und verstanden. Den Unsicherheiten wurde der Schrecken genommen. Zusätzlich stärkt die Führungskraft hier auch ihr Personal Branding: Sie baut sich durch Storytelling eine Personenmarke auf.
So entsteht interne & externe Performance
Kombiniert man Purpose und Storytelling, kommt man zu echter Performance.
Intern führt Marketing-Storytelling zu mehr Mitarbeitermotivation, besserem Employer Branding und zu optimierter Kommunikation. Denn die Ziele sind nicht nur klar, sondern erlebbar geworden. Sie haben eine emotionale Bindung erhalten.
Extern zeigt sich echte Performance durch Vertrauen bei Investoren, der Markenpositionierung und der Positionierung einer Führungskraft als Autorität. So wird auch das Markenimage durch einen stimmigen Auftritt der Führungskraft gestärkt. Zusätzlich können durch ebendieses starke Personal Branding der Führungskraft auch neue Talente gewonnen werden.
Sogar KPIs lassen sich beeinflussen, etwa durch höhere Engagement-Raten, gesteigerte Markenwahrnehmung oder mehr Innovationsbereitschaft in Teams.
Strategische Umsetzung: 3 konkrete Ansätze
Storytelling umzusetzen, kann am Anfang eine Herausforderung sein. Daher nennen wir hier 3 konkrete Ansätze:
– Heldenreisen, Metaphern, persönliche Erlebnisse: Nutzen Sie diese, um den Purpose narrativ greifbar zu machen. Verbinden Sie sie mit Daten und Zahlen, um ein konkretes Ziel sichtbar zu machen.
– Plattformen nutzen: Erzählen Sie Heldenreisen & Co. auf diversen Plattformen (Social-Media-Postings, interne Newsletter, Meetings, Interviews, Vorträge).
– Storytelling auch für Personal Branding nutzen: Bauen Sie sich als Führungskraft eine Personenmarke auf. Mithilfe von Storytelling machen Sie hier sowohl greifbar, was sie tun als auch warum und wofür sie es tun. Dafür können Sie ebenfalls die oben genannten Plattformen nutzen.
Leadership braucht Narrative
Der Purpose muss kommuniziert und greifbar gemacht werden, um wirken zu können. Und genauso braucht Führung Storys, um sichtbar zu werden, die Mitarbeiter zu motivieren und Vertrauen zu schaffen.
Bei Storytelling handelt es sich daher auch im Leadership um ein starkes Mittel, um zu echter Performance zu kommen und sich als Führungskraft gleichzeitig eine Personal Brand aufzubauen.
