Mitarbeiter loben oder nicht? – Tipps für Führungskräfte

Fehlendes Lob kann demotivierend auf Mitarbeiter wirken. Manche kündigen innerlich und sind bei der nächsten Gelegenheit weg. Doch auch zu viel oder falsch platziertes Lob kann schädlich sein.

Lob im Unternehmen

Viele Führungskräfte fragen sich, ob sie ihre Mitarbeiter regelmäßig loben sollten oder lieber nicht. Oft besteht die Sorge, dass dadurch eine Abhängigkeit von Lob und Anerkennung entstehen könnte oder dass sich die Mitarbeiter manipuliert fühlen. Um das zu vermeiden, gilt es, ein gesundes Maß an Lob zu etablieren und zugleich auf die richtige Art und Weise zu loben. Dann erkennen die Mitarbeiter, dass es ehrlich gemeint ist und fühlen sich wertgeschätzt. Dementsprechend setzen sie sich mehr ein und tragen zum Unternehmenserfolg bei.

Warum Loben eine gute Idee ist

Die Mitarbeiter regelmäßig zu loben, kann sich positiv auf die Zusammenarbeit auswirken. Denn mit klug platziertem, ehrlichem Lob erzielen Führungskräfte direkt mehrere Effekte. Sie fördern zum Beispiel eine offene Fehlerkultur, verhelfen ihren Mitarbeitern zu mehr Selbstbewusstsein und binden sie stärker an das Unternehmen.

Offene Fehlerkultur

Mit Lob und Anerkennung wird ein Ausgleich zur Kritik geschaffen, die durchaus notwendig ist, um Abläufe zu optimieren. Wenn Mitarbeiter aber nur Kritik und nie Lob erhalten, empfinden sie die Interaktion mit der Führungskraft als negativ. Um nicht noch mehr negatives Feedback zu bekommen, geben sie Fehler oft nicht zu. Herrscht hingegen eine offene Gesprächskultur, die sowohl Lob als auch Kritik enthält, sind viele Mitarbeiter viel eher dazu bereit, Fehler einzugestehen. Infolgedessen lassen sie sich schneller korrigieren und das Ausmaß des Schadens kann oft verringert werden.

Besseres Selbstbewusstsein

Manche Mitarbeiter gewinnen mehr Selbstbewusstsein, wenn sie im Berufsleben Anerkennung erfahren. Sie trauen sich dann mehr zu, gehen beherzter an Aufgaben heran und bleiben länger motiviert. Sie neigen weniger zum Zweifeln und können so selbst zu einer treibenden Kraft im Team werden und andere motivieren.

Mitarbeiterbindung optimieren

Authentisches Loben ist eine Art der Wertschätzung, die bei Mitarbeitern gut ankommt. Sie fühlen sich dann als wichtiger Teil des Unternehmens und erkennen, dass ihre Arbeit positive Auswirkungen hat. Da Menschen in der Regel nach einer sinnstiftenden Beschäftigung suchen, kann das dazu führen, dass sie sich besonders wohl in der Firma fühlen und zugleich eine emotionale Bindung aufbauen. Infolgedessen werden sie sich nicht so schnell eine neue Stelle suchen, sondern auch in Krisen eher bleiben.

Wie Führungskräfte richtig loben

Die Art des Lobes kann den Unterschied machen. Es sollte weder unspezifisch noch oberflächlich sein. Besser ist es, wenn ein konkretes Lob ausgesprochen wird. Das darf sowohl im Vier-Augen-Gespräch als auch in der Gruppe vor anderen stattfinden. Optimalerweise kombinieren Führungskräfte beides miteinander. Das Lob vor anderen trägt zur Anerkennung bei und ist für manche Mitarbeiter besonders wertvoll.

Oberflächliches Lob vermeiden

Ein einfaches „Gut gemacht“ verfehlt oft seine Wirkung. Denn es fühlt sich nicht authentisch und vor allem unspezifisch an. Besser ist es, sich auf konkrete Ereignisse zu beziehen. Wenn sich ein Mitarbeiter besonders ins Zeug gelegt hat und wesentlich dazu beigetragen hat, dass ein Vertragsabschluss mit einem Kunden zustanden kam, darf er auch genau für diese Arbeit gelobt werden. Ist das Lob zu unspezifisch, besteht außerdem zu viel Interpretationsspielraum, sodass es Missdeutungen vorprogrammiert sind.

Alle Mitarbeiter loben

Führungskräfte sollten stets alle Mitarbeiter im Blick haben und jedem davon individuelles Lob zukommen lassen. Natürlich leisten nicht alle Angestellten die gleiche Arbeit oder sind gleich stark motiviert. Dennoch ist es wichtig, dass sich jeder Mitarbeiter gesehen und anerkannt fühlt.

Wertschätzung zeigen

Nicht nur mündliches Lob steigert die Motivation. Führungskräfte können auch andere Wege nutzen, um ihren Mitarbeitern Wertschätzung zu zeigen. Das kann zum Beispiel über einen Bonus zum Gehalt erfolgen. Doch auch kleine Mitarbeitergeschenke mit persönlicher Note sind eine Option. Bedruckte Hoodies mit dem Namen des Mitarbeiters, Konzertkarten für den musikbegeisterten Angestellten oder ein Gourmet-Korb für den Feinschmecker bieten sich zum Beispiel an. Hier gilt es feinfühlig zu sein und jedem Mitarbeiter etwas auszusuchen, das ihm zeigt, dass das Geschenk für ihn persönlich gedacht ist. Darüber hinaus kann die Führungskraft auch Wertschätzung zeigen, indem sie die individuellen Stärken des Mitarbeiters erkennt und fördert und ihm Fortbildungsmöglichkeiten aufzeigt, die speziell auf ihn zugeschnitten sind.

Fazit: Es kommt auf die Art und Weise an

Unspezifisches Lob erzielt oft nicht den gewünschten Effekt. Durch gezielte Anerkennung und Wertschätzung kann es Führungskräften aber gelingen, ihre Mitarbeiter zu motivieren und deren Bereitschaft zu mehr Leistung zu erhöhen. Der persönliche Kontakt und der Blick für die verschiedenen Schwächen und Stärken der verschiedenen Mitarbeiter sind dabei von großer Bedeutung.

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