Interview mit Christian Lippka-Zotti, Unternehmer

Christian Lippka Zotti Leadership Institute

Juni 1, 2021

Redaktion

Im Gespräch mit Christian Lippka-Zotti, Unternehmer

Inhaber und Gründer der Coaching Manege

Als Gründer und Inhaber der Coaching Manage bieten Sie interessierten Kunden einen Überblick über ein breites Angebot möglicher Coaches. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen und was leistet die Coaching Manege?

Christian Lippka-Zotti: Grundsätzlich bietet die Coaching-Manege Coaching für Führungskräfte an und befasst sich mit den beruflichen Belangen von KlientInnen.Aufgrund des großen Angebotes an unterschiedlichen Coaches hatte ich die Idee zu dem Projekt „Manege frei…“.Die Präsentation von verschiedenen Coaches soll den KlientInnen die Möglichkeit geben, den für ihn/sie passenden Coach zu finden. Nicht jeder Coach bietet die gleichen Leistungen an. Durch den Podcast „Manege frei…“ hat die KlientIn die Möglichkeit, sich vorab einen Eindruck des Coachs zu machen. Wie wird gearbeitet, ist mir die Stimme sympathisch, gibt es ein Spezialgebiet, das der jeweilige Coach abdeckt? Wichtig ist mir, dass Angebot und Nachfrage optimal zusammenfinden und eine zielführende Veränderung für die Klienten entstehen kann.


Überblick über den Coaching Markt

Der nationale und internationale Coaching-Markt zeigt sich – zumindest für potentielle Kunden – als mitunter recht unübersichtlich. Welchen Beitrag liefert hier die Coaching-Manege?

Christian Lippka-Zotti: Das Projekt „Manege frei…“ ist bestimmt ein wichtiger Schritt um etwas mehr Übersicht in die verschiedenen Angebote zu bringen. Eine genauere Vorauswahl ist durch das Anhören der unterschiedlichen Arbeitsweisen wesentlich besser möglich, als das blinde Verlassen auf subjektive Bewertungen, die man online findet.


Branchenwechsel

 Als gelernter Jurist bieten Sie daneben auch selbst Coaching an. Welcher berufliche Weg hat Sie zu dieser Entscheidung geführt?

Christian Lippka-Zotti: Durch das Studium der Rechtswissenschaften (Anmerkung: das ich nicht abgeschlossen habe) gelang mir der Umstieg von der Banken- bzw. Versicherungsbranche in die Bildungsberatung. Dort habe ich die erste Ausbildung zum systemischen Coach absolviert und wusste sofort, dass diese Tätigkeit ein wichtiger Bestandteil meiner beruflichen Zukunft sein wird. Die Weiterentwicklung meiner Klienten beobachten zu dürfen ist höchst befriedigend und bereitet mir eine unglaubliche Freude.


Menschenkenntnis

Wie ist es im Coaching um das Thema Menschenkenntnis bestellt? Erweist sich immer alles so wie es zunächst scheint? Und welche Rolle spielen hier die Persönlichkeit und Persönlichkeitsprofil eines Menschen?

Christian Lippka-Zotti: Menschenkenntnis spielt im systemischen Coaching nur eine untergeordnete Rolle. Die Einschätzung, die man selbst als Coach hat wird bewusst in den Hintergrund gedrängt. Es geht um das Begleiten des Coachees, weniger um das Gefühl, dass ich für eine Person habe bzw. den ersten Eindruck. Oft erweist sich gerade der erste Eindruck als falsch, sobald man durch gezielte Techniken die ersten Unsicherheiten bzw. auch oft Oberflächlichkeiten des Coachees aus dem Weg räumt. Je größer der Wunsch nach Veränderung und Lösung des Problems jedoch ist, umso größer ist auch meistens der Erfolg eines Coachings.

In Coaching-Kreisen kennt man Sie in erster Linie als systemischer Coach. Damit zielen Sie in erster Linie auf eine Betrachtungsweise, die über den isolierten Blick auf Problem oder Person hinausgeht. Was konkret unterscheidet diese Arbeit vom klassischen Berufsbild des Coaches?

Christian Lippka-Zotti: Grundsätzlich ist der Ansatz des systemischen Coachings die Basis für die Arbeit von ganz vielen Coaches. Es geht dabei um die Betrachtung eines Themas im System. Wenn eine KlientIn mit einer Problemstellung in die Coachingeinheit kommt, dann betrachtet man für den Lösungsansatz das komplette System, in der sich die KlientIn befindet. Wer profitiert von den schädigenden Verhaltensweisen, welche unterstützenden Ressourcen finden sich in ihrem System? Eine Gesamtbetrachtung ermöglicht es, auf den Ursprung des Problems zu stoßen und dieses somit auch zu lösen. Bei Coachingeinheiten setze ich vor allem auf eine große Lösungsorientierung, da ich persönlich wenig von „Wohlfühlcoaching“ halte. Am Ende eines Coachings soll die KlientIn einen messbaren Mehrwert aus unserer gemeinsamen Arbeit mitnehmen.


Systemisches Coaching

Systemisches Coaching zielt unter anderem auf das Erarbeiten und den Einsatz alternativer Verhaltensweisen. Diese sollen eingefahrene Systeme irritieren und neue Gleichgewichte entstehen lassen. Können Sie in diesem Kontext von einem Beispiel berichten?

Christian Lippka-Zotti: Wir alle leben in unterschiedlichen Beziehungen, von mir für die Arbeit im Coaching als „Systeme“ bezeichnet. Und obwohl wir in den unterschiedlichen Beziehungen auch ganz verschieden funktionieren, ist das Verhalten in den einzelnen Interaktionen sehr oft ganz ähnlich. Die Art wie wir mit unseren Kollegen sprechen, wie wir unseren Partner begrüßen, wie wir auf den Anruf der besten Freundin reagieren. Stimmfarbe, unsere Wortwahl und generell unser Verhalten wiederholt sich, ohne dass uns das bewusst ist. Wenn es dann ineinem dieser Systeme zu einem Problem kommt, reicht es oft schon, das eigene Verhalten minimal zu verändern. Das Gegenüber hat keine andere Wahl, als das Verhalten an die eigene Veränderung anzupassen. So ändert sich durch das eigene Verhalten auch die Reaktion des Gegenübers, es entsteht ein „neues“ System und das Problem hat dadurch die Chance, gelöst zu werden oder sich von selbst aufzulösen. Mit gezielten Fragetechniken kann man diesen Lösungsansatz noch verstärken und das Entstehen von „neuen Systemen“ beschleunigen.

Welche Kunden profitieren aus Ihrer Sicht am meisten von systemischem Coaching?

Christian Lippka-Zotti: Generell Menschen die in einem bestimmten Bereich ihres Lebens „feststecken“ bzw. das Gefühl haben, nicht wirklich voran zu kommen. Wichtig ist der Wille zur Veränderung, das „wie“ obliegt meiner Arbeit, die immer wieder eine große Freude für mich ist.

Vielen Dank für das Interview!


Zur Person Christian Lippka-Zotti

Christian Lippka Zotti Leadership Institute

Christian Lippka-Zotti ist Unternehmensberater, Bildungsberater, dipl. systemischer Coach, dipl. Business- und Management Coach, akad. Versicherungskaufmann, jahrelange Vertriebserfahrung und Inhaber der Coaching-Manege.

Er begleitet Menschen mit gezielte Methoden bei Veränderungen. Teams gewinnbringend zu coachen, ist seine Leidenschaft!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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