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Von der Fachexpertin zur Führungskraft: was es wirklich braucht

Der Weg von der Fachexpertin zur Führungskraft zählt zu den anspruchsvollsten beruflichen Übergängen. Wer fachlich exzellent ist, wird häufig befördert. Doch eine neue Position bringt nicht automatisch Führungskompetenz mit sich. Der Schritt von der Expertinnenrolle zur Führungskraft ist ein Rollenwechsel, der neue Fähigkeiten, ein anderes Mindset und bewusste Vorbereitung erfordert. Studien zeigen: Viele Führungskräfte werden aufgrund ihrer Leistung oder Erfahrung befördert, nicht wegen ihrer Führungsqualitäten. Das hat Folgen. Mitarbeitende sind weniger engagiert, wenn ihre Vorgesetzten nicht für Führung geeignet sind. Erfolgreiche Fachkräfte geraten dadurch oft in Positionen, in denen sie ihre bisherigen Stärken nicht mehr ausspielen können.

Führung ist ein Rollenwechsel, kein Upgrade

Leadership-Expertin Dr. Judith Girschik betont im Interview mit dem Standard, dass Führung kein „Mehr vom Bisherigen” ist, sondern ein grundlegend neuer Aufgabenbereich. Statt selbst operative Spitzenleistung zu erbringen, geht es darum, andere erfolgreich zu machen. Das bedeutet:

  • weg vom Detail- und Fachfokus
  • hin zu Koordination, Priorisierung und Entscheidungsfindung
  • Verantwortung für Menschen, nicht nur für Ergebnisse

Besonders herausfordernd ist laut Girschik der Perspektivwechsel: Führungskräfte müssen lernen, vom Mikro- zum Makro-Blick zu wechseln und unterschiedliche Interessen auszubalancieren, etwa zwischen Mitarbeiterorientierung und Ergebnisverantwortung.

Zentrale Kompetenzen auf dem Weg von der Fachexpertin zur Führungskraft

Dabei sind vor allem die folgenden Fähigkeiten entscheidend:

  • Selbstführung und Selbstreflexion
  • klare, transparente Kommunikation
  • Vertrauen statt Mikromanagement
  • Feedback geben und annehmen
  • Konflikte konstruktiv lösen

Unsicherheit in der neuen Rolle sei normal, problematisch werde es erst, wenn Führungskräfte versuchen, diese durch Kontrolle oder Aktionismus zu kompensieren. Gerade für Frauen in Führungspositionen kommen zusätzliche Herausforderungen hinzu, etwa fehlende Vorbilder oder unbewusste Vorurteile. Ein Coaching speziell für weibliche Führungskräfte kann hier gezielt unterstützen.

Vorbereitung statt Überforderung

Ein zentrales Fazit des Interviews: Gute Führung braucht Zeit, Begleitung und Training. Girschik empfiehlt, neue Führungskräfte frühzeitig zu unterstützen, etwa durch Mentoring, Sparring oder gezielte Weiterbildungen. Unternehmen, die in Führungskompetenz investieren, profitieren langfristig von engagierteren Teams und besseren Ergebnissen.

Wie Coaching den Übergang erleichtert

Professionelles Führungskräfte-Coaching setzt genau an diesem Punkt an: Es bietet Raum für Reflexion, stärkt die Selbstwahrnehmung und hilft, den Rollenwechsel von der Fachexpertin zur Führungskraft bewusst zu gestalten. Auf Basis einer wissenschaftlich fundierten Potenzialanalyse werden individuelle Stärken identifiziert und gezielt weiterentwickelt. So wird aus fachlicher Exzellenz nachhaltige Führungskompetenz.

Führung lernt man nicht nebenbei, aber man kann sie lernen.

Verwandtes Angebot: Leadership Training in Wien: Inhouse-Programme für Unternehmen und offene Seminare für Führungskräfte.

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