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Im Rahmen des zweiten Salons des European Club of Excellence in Leadership and Management (EULEAD) diskutierten Margarete Kriz-Zwittkovits und Judith Girschik mit Maria Rauch-Kallat (Bundesministerin a. D.).

Das Thema des Abends waren aktuelle politische Entwicklungen, Macht und Management in der Österreichischen Politik. Dies aus der Sicht einer Politikerin, die Meilensteine in der Österreichischen Frauenpolitik gesetzt hat.

Aktuelle Entwicklungen

Die Situation von Frauen in der österreichischen Wirtschaft und Politik hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in vielerlei Hinsicht zum Besseren gewandt. Nicht nur in Sachen Bildung haben vor allem junge Frauen heute die Nase vorn: Mittlerweile maturieren mehr Frauen als Männer. Frauen studieren auch öfter und mit größerem Erfolg als Männer. Auch in der politischen Landschaft Österreichs sind Frauen gegenwärtig stärker vertreten als noch vor einigen Jahren. Darüber hinaus haben Frauen auch viel häufiger Führungspositionen in der Wirtschaft inne als noch vor Jahrzehnten.

Hat diese Entwicklung mittlerweile ein Plateau erreicht? Internationale Daten weisen darauf hin: In politischen Spitzenpositionen sind Frauen weltweit mit nur etwa 25% vertreten. Ein Trend, der – so Rauch-Kallat – durch den Einsatz gesetzlicher Quoten aufgehalten werden könne. Denn, so die Bundesministerin a. D., nur so könne wirksam zur faktischen Gleichberechtigung beigetragen werden.

Hindernisse auf dem Weg zu Spitzenspositionen

Ein weiteres Hindernis, dem Frauen auf dem Weg zu politischen Spitzenpositionen begegnen, sind spezifische Einstellungen und Verhaltenstendenzen. Erkenntnisse aus der internationalen Persönlichkeitsforschung und dem Coaching weiblicher Führungskräfte zeigen, so Girschik, dass Frauen zum Teil über andere Persönlichkeitszüge/ Persönlichkeitsprofile verfügen als Männer. Durchschnittlich betrachtet sind Frauen umgänglicher und entgegenkommender als Männer, darüber hinaus sind sie (ebenfalls im Durchschnitt betrachtet) selbstkritischer und damit auch weniger selbstsicher.

Ermutigung weiblicher Führungskräfte

Ein besonderes Anliegen sind Maria Rauch-Kallat die Ermutigung und die Förderung von Frauen für Führungspositionen. Um mehr Frauen den Weg in politische Spitzenpositionen zu ebnen, sollen – so Rauch-Kallat – nicht nur günstigere Rahmenbedingungen für Frauen geschaffen werden. Schließlich sollten Frauen auch ermutigt werden, selbstsicherer aufzutreten, sich mehr zuzumuten und sich nicht von Selbstzweifeln zurückhalten lassen.

Gemütlicher Ausklang des Eulead Salons

Rückblicke auf ein ereignisreiches Politikerinnenleben und Einschätzungen der aktuellen politischen Situation rundeten diesen Abend ab. Anschließend an die sehr interessante Diskussion gab es auch diesmal die Möglichkeit für persönlichen Austausch unserer zahlreichen Gäste, darunter hochrangige Vertreter der Wiener Städtischen Versicherung, Austria Trend Hotels, des Wirtschaftsforums der Führungskräfte, der ÖBB und Garbo Juwelen.

Kriz Zwittkovits, Rauch-Kallat, Girschik, Schoiberwalter

 

Mehr über unseren Gast

Maria Rauch-Kallat war erfolgreich in einer Vielzahl politischer Positionen tätig, darunter als Bundesministerin, Generalsekretärin der ÖVP und Abgeordnete zum Nationalrat. Der Schwerpunkt ihrer heutigen Arbeit liegt in den Bereichen strategische Beratung, Kommunikation und Krisenmanagement. Weiters ist sie Präsidentin des österreichischen Paralympischen Committees, der Österreichisch Ägyptischen Gesellschaft und der Gesellschaft Österreich Ungarn. Schließlich ist sie Präsidentin des Mentory Clubs sowie des Club alpha.