Wie nah darf eine Führungskraft ihren Mitarbeitenden kommen, und wo liegt die Grenze?
Im neuen Gastbeitrag im Standard beleuchtet unsere Geschäftsführerin Dr. Judith Girschik ein Thema, das in der modernen Arbeitswelt oft unterschätzt wird: professionelle Nähe in der Führung.
Ausgangspunkt des Artikels ist die öffentlich diskutierte Beziehung zwischen Elon Musk und Donald Trump, doch das eigentliche Thema reicht weit über Prominente hinaus. Denn auch in Unternehmen, Teams und Führungsalltag stellt sich eine zentrale Frage: Was passiert, wenn Führungskräfte zu nah an ihre Mitarbeitenden rücken, emotional, persönlich, menschlich?
In einer Arbeitswelt, die zunehmend auf Augenhöhe, psychologische Sicherheit und echte Beziehungen setzt, klingt Nähe zunächst positiv. Doch Dr. Girschik warnt: Führung ist keine Freundschaft.
Wer Führungsrollen zu stark privatisiert, riskiert nicht nur Unklarheit in der Zusammenarbeit, sondern auch emotionale Abhängigkeiten, Rollenkonflikte und Entscheidungsunsicherheit.
Nähe ja, aber mit Klarheit
Der Beitrag stellt heraus, dass authentische Führung sehr wohl persönliche Verbindung zulassen darf, aber sie braucht klare Rahmen:
Respektvolle Kommunikation, emotionale Intelligenz und echtes Interesse an Menschen sind zentrale Bausteine guter Führung. Doch sie dürfen nicht mit privater Freundschaft verwechselt werden.
Gleichzeitig wird deutlich: Distanz ist kein Gegensatz zu Vertrauen. Im Gegenteil: wer die Rollen respektvoll trennt, schafft Verlässlichkeit. Führung bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, auch dafür, wie viel Nähe das Team aushält und braucht. Führungskräfte sind Vorbilder in ihrer Haltung, und ihre Beziehungsfähigkeit prägt die Kultur des gesamten Unternehmens.
„Führung funktioniert dann gut, wenn Nähe professionell gestaltet ist, als verlässlicher Beziehungsrahmen, nicht als persönliche Bindung“, so Dr. Girschik.
Der Artikel ist ein wichtiger Impuls für alle, die in Führungsrollen stehen oder dorthin wollen. Und er lädt dazu ein, über das richtige Maß an Nähe, Vertrauen und Abgrenzung nachzudenken.
Hier geht’s zum vollständigen Artikel im Standard:
Trump vs. Musk: Ist es gut, wenn sich der Chef mit Mitarbeitenden anfreundet?
