Leadership Training · Inhouse-Workshop auf Englisch
Assertive Kommunikation für Führungskräfte: Seminar in Wien
Klar Position beziehen, souverän Nein sagen und unter Druck ruhig bleiben. Ein evidenzbasierter Workshop, in dem Ihre Führungskräfte an echten Situationen aus ihrem Alltag üben, statt Kommunikationstipps zu sammeln.
★★★★★ über 140 Google-Bewertungen · ICF PCC · EMEA Entrepreneur Award 2025
Worum es geht
In vielen Organisationen scheitern gute Ideen nicht an der Qualität, sondern daran, dass sie nicht rechtzeitig und nicht klar genug auf den Tisch kommen. Und viele Termine verrutschen nicht wegen mangelnder Kompetenz, sondern wegen zu vieler unverhandelter Zusagen.
Assertive Kommunikation heißt: die eigene Sichtweise, Bedürfnisse und Grenzen klar und direkt ausdrücken und dabei die Position des Gegenübers respektieren. Sie schützt die eigenen Interessen und die Arbeitsbeziehung zugleich.
Passiv
Die eigenen Anliegen verschwinden
„Wie es für alle passt.“
Kurzfristig Ruhe. Langfristig Unsichtbarkeit: leicht zu übersehen und leicht zu überlasten.
Assertiv
Beide Seiten zählen
„Ich sehe das anders. Hier ist mein Grund und hier mein Vorschlag.“
Kostet im Moment etwas Mut. Bringt Glaubwürdigkeit, Sichtbarkeit und Einfluss.
Aggressiv
Nur die eigenen Anliegen zählen
„Das ist Unsinn. Wir machen es so.“
Kurzfristig Zustimmung. Langfristig Widerstand: Probleme und unbequeme Wahrheiten kommen nicht mehr an.
Warum sich das Training für Unternehmen rechnet
Umsetzungsprobleme sind oft Grenzprobleme. Jedes unverhandelte Ja ist ein verstecktes Nein zu bestehenden Zusagen, zur Qualität und auf Dauer zur eigenen Belastbarkeit. Aus ungefilterten Zusagen wird stille Überlastung, daraus werden verschobene Termine, Feuerwehreinsätze und am Ende Glaubwürdigkeitsverlust. Ein verhandeltes Ja kehrt diese Kette um: realistische Auslastung, gehaltene Zusagen, Fokus und damit Vertrauen für größere Aufgaben.
Mehr ist nicht besser. Die Forschung zeigt einen umgekehrt U-förmigen Zusammenhang zwischen Assertivität und Führungswirksamkeit (Ames & Flynn, 2007, Journal of Personality and Social Psychology): Zu wenig davon macht unsichtbar, zu viel erzeugt Widerstand. Ziel ist nicht Lautstärke, sondern Klarheit in der Sache und Respekt im Stil, dosierbar je nach Situation.
Grenzen sind Stressprävention. Wer tagsüber keine Grenzen setzt, kann abends nicht abschalten. Fehlende Erholung gilt als zentraler Weg in die Erschöpfung (Stressor-Detachment-Modell, Sonnentag & Fritz, 2015). Ein klares Nein unterbricht diese Kette an ihrem ersten Glied. Resilienz beginnt in dem Meeting, in dem die Überlastung entsteht.
Assertivität ist trainierbar. Assertivitätstraining ist eine der am besten erforschten Methoden der Verhaltenspsychologie (Speed, Goldstein & Goldfried, 2018). Eine Metaanalyse von 207 Interventionsstudien zeigt zudem, dass sich auch Persönlichkeitsmerkmale durch gezielte Intervention messbar verändern (Roberts et al., 2017, Psychological Bulletin).
Die sechs Module des Workshops
Der Aufbau folgt einer klaren Logik: vom eigenen Ausgangspunkt über die typischen Situationen im Führungsalltag bis zum konkreten Plan für die nächsten 30 Tage.
Modul 01
Persönlichkeit und Ansatzpunkt
Wo Assertivität im Big-Five-Modell verankert ist, warum das Profil den Ausgangspunkt bestimmt und nicht die Obergrenze, und wo Sie persönlich den größten Hebel haben. Mit kurzem Selbst-Check.
Modul 02
Wirkung und Präsenz
Passiv, aggressiv, passiv-aggressiv, assertiv: was jeder Stil kurzfristig bringt und langfristig kostet. Mit dem Zwei-Satz-Test für klare Aussagen: Position plus Vorschlag.
Modul 03
Assertivität in Meetings
Strukturiert sprechen mit der PREP-Methode, konstruktiv widersprechen, auch gegenüber der Hierarchie, und unter Druck bei der eigenen Position bleiben. Mit Meeting-Simulation in Dreiergruppen.
Modul 04
Nein sagen und Prioritäten verhandeln
Sprachmuster für das professionelle Nein: Ja-Nein-Ja, das bedingte Ja, die Prioritätenfrage und das DESC-Schema für wiederkehrende Anfragen. Geübt an der realen Arbeitswoche der Teilnehmenden.
Modul 05
Souveränität unter Druck
Der Körper spricht zuerst: ein kurzes Protokoll aus Pause, Atmung, Haltung und Sprechtempo, trainiert in einer 60-Sekunden-Drucksimulation. Dazu, wie sich emotionale Stabilität langfristig aufbauen lässt.
Modul 06
Praxislabor und 30-Tage-Plan
Echte Fälle der Teilnehmenden werden live geprobt, mit Feedback und zweitem Durchgang. Zum Abschluss formuliert jede Person konkrete Wenn-dann-Pläne und eine erste Umsetzung in der folgenden Woche.
So arbeiten wir: üben statt zuhören
Die wirksamste Zutat im Assertivitätstraining ist das Proben realer Situationen mit Feedback. Deshalb besteht der Workshop überwiegend aus Übungen in Paaren und Kleingruppen, mit Beobachtungskarten und klaren Feedbackregeln: konkret statt nett, ein Verbesserungspunkt statt einer Liste.
Wir arbeiten evidenzbasiert, auf Basis des Big-Five-Persönlichkeitsmodells, und bewusst ohne Typologien und Schubladen. Persönlichkeit bestimmt, welche Strategie am besten passt, nicht, ob jemand assertiv sein kann. Eine eher zurückhaltende Führungskraft wird niemanden überreden, aber sie kann jeden in der Vorbereitung übertreffen.
Format im Überblick
- Dauer: Halbtag (3 Stunden) oder ganzer Tag
- Setting: Inhouse, in Ihren Räumlichkeiten oder an einem Seminarort in Wien und Umgebung
- Sprache: Englisch, inklusive aller Unterlagen
- Unterlagen: Selbst-Check, Beobachtungskarten, Sprachmuster-Karte, Transferkarte für den 30-Tage-Plan
- Optional: kurze Vorgespräche mit den Teilnehmenden, Transfertermin nach einigen Wochen, Einzelcoaching für Schlüsselpersonen, Persönlichkeitsanalyse (MPA)
Zuletzt durchgeführt als englischsprachiger Leadership-Workshop für ein internationales Pharmaunternehmen in Wien.
Für wen der Workshop gedacht ist
- Führungskräfte im mittleren und oberen Management, die in Meetings mehr Wirkung erzielen wollen
- Projektleitungen und Fachexpertinnen und Fachexperten, die ohne formale Macht überzeugen müssen
- Neue Führungskräfte, die lernen, Erwartungen nach oben und zur Seite klar zu verhandeln
- Internationale Teams, in denen unterschiedliche Kommunikationskulturen aufeinandertreffen
- Organisationen, in denen Überlastung durch zu viele Zusagen entsteht und Entscheidungen zäh laufen
Ihre Trainerin
Dr. Judith Girschik
ICF PCC · Vizepräsidentin der ICF Austria · 15+ Jahre Führungserfahrung
Dr. Judith Girschik trainiert Kommunikation nicht aus dem Lehrbuch, sondern aus 15 Jahren eigener Führungsverantwortung in internationalen Unternehmen, in Marketing, Vertrieb und Business Development, unter anderem als Geschäftsführerin eines Softwareunternehmens. Davor war sie in der Unternehmensberatung bei PwC (damals Coopers & Lybrand) tätig. Heute begleitet sie als Executive Coach Führungskräfte bis auf C-Level und lehrt an Fachhochschulen und Universitäten.
Sie entwickelt jeden Workshop persönlich und führt das Vorgespräch mit Ihnen selbst. Mehr über Dr. Judith Girschik
Häufige Fragen zu assertiver Kommunikation
Was ist assertive Kommunikation?
Assertive Kommunikation bedeutet, die eigene Sichtweise, eigene Bedürfnisse und Grenzen klar und direkt auszudrücken und dabei die Position des Gegenübers zu respektieren. Sie liegt zwischen passivem Verhalten, bei dem die eigenen Anliegen verschwinden, und aggressivem Verhalten, bei dem nur die eigenen Anliegen zählen. Assertiv zu kommunizieren schützt die eigenen Interessen und die Arbeitsbeziehung zugleich.
Was ist der Unterschied zwischen Assertivität und Durchsetzungsvermögen?
Im Deutschen wird Assertivität oft mit Durchsetzungsvermögen übersetzt. Der Unterschied liegt im Stil: Durchsetzung kann auch über Druck und Lautstärke funktionieren, kostet dann aber langfristig Vertrauen und Kooperation. Assertivität heißt, in der Sache klar und im Umgang respektvoll zu sein. Genau diese Kombination trainiert der Workshop.
Kann man Assertivität lernen?
Ja. Assertivitätstraining zählt zu den am besten untersuchten Methoden der Verhaltenspsychologie und wird seit den 1960er-Jahren eingesetzt. Der wirksamste Baustein ist das Üben realer Situationen mit Feedback. Deshalb arbeitet der Workshop überwiegend mit Übungen und Rollenspielen zu Fällen der Teilnehmenden und nur wenig mit Input.
Für wen eignet sich das Seminar?
Für Führungskräfte, Projektleitungen und Fachexpertinnen und Fachexperten, die in Meetings klarer Position beziehen, Prioritäten verhandeln und unter Druck souverän bleiben wollen. Besonders wirksam ist das Format für Teams, in denen viel abgestimmt wird, Entscheidungen zäh laufen oder Überlastung durch zu viele Zusagen entsteht.
Wie lange dauert der Workshop?
Das Grundformat ist ein intensiver Halbtag von drei Stunden. Für mehr Übungszeit gibt es eine ganztägige Variante. Auf Wunsch ergänzen wir kurze Vorgespräche mit den Teilnehmenden und einen Transfertermin einige Wochen später, damit das Gelernte im Arbeitsalltag ankommt.
In welcher Sprache findet der Workshop statt?
Der Workshop findet auf Englisch statt, inklusive aller Unterlagen. Zuletzt wurde er als englischsprachiges Inhouse-Format für ein internationales Unternehmen in Wien durchgeführt. Das Format eignet sich damit besonders für internationale Teams und Organisationen, in denen Englisch Arbeitssprache ist.
Was kostet ein Inhouse-Workshop zu assertiver Kommunikation?
Der Preis richtet sich nach Dauer, Gruppengröße und den gewählten Ergänzungen wie Vorgesprächen oder Transfertermin. Sie erhalten nach einem kurzen, kostenlosen Gespräch ein transparentes Angebot.
Seminar oder Einzelcoaching: was passt besser?
Ein Seminar schafft eine gemeinsame Sprache und gemeinsame Werkzeuge im Team. Geht es um eine einzelne Person in einer konkreten, vertraulichen Situation, etwa eine schwierige Verhandlung mit dem Vorstand, ist Einzelcoaching der direktere Weg. Viele Unternehmen kombinieren beides.
Assertive Kommunikation für Ihr Führungsteam
In einem kurzen, kostenlosen Gespräch klären wir Zielgruppe, Format und Schwerpunkte. Danach erhalten Sie ein konkretes Angebot.
Passend dazu
Alle Formate im Überblick: Leadership Training Wien. Wenn Konflikte bereits eskaliert sind: Konfliktmanagement Seminar. Für Belastbarkeit im Team: Resilienztraining. Für die Wirkung vor Publikum und Medien: Medientraining & Executive Communication. Für die eigene Persönlichkeit als Führungsinstrument: Persönlichkeit & Leadership Seminar.