Mediation & Konfliktmanagement

Mediation und Konfliktmanagement

Die Tätigkeit der Vermittlung zwischen Konfliktparteien ist  kultur- und geschichtsübergreifend. Mediation spiegelt immer die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ihrer Zeit wider. Als  eine der traditionsreichsten Formen der Konfliktlösung ist Mediation bereits aus dem Mittelalter bekannt. Der konkrete Begriff des Mediators/der Mediatorin sowie der Mediation begegnet uns im Friedensvertrag zur Beendigung des Dreißigjährigen Kriegs von 1648 und der Mediationsakte aus 1803, die Napoleon zur Beendigung des Stecklikriegs unterzeichnete.

Woher stammt der Begriff Mediation?

Das Konzept der Mediation in breiterem Umfang und so wie wir es heute kennen, stammt aus den USA, wo die Mediation (als Teilgebiet der sognannten „Alternative Dispute Resolution“/ADR)  spätestens seit den 1980er Jahren eine wesentliche Rolle in der Geschäftswelt spielt. Im deutschen Sprachraum spricht man dabei von Wirtschaftsmediation. Der Erfolg der Wirtschaftsmediation im US-amerikanischen Raum ist vor allem auf die besonders hohe Kostenintensität von Gerichtsverfahren in den USA zurückzuführen.In Europa begann die (Wirtschafts-)Mediation sich seit den 1980er Jahren langsam zu etablieren.

 

Welche Rolle spielt Mediation in Österreich?

Heute wird Mediation von einer ständig wachsenden Zahl an Unternehmen genutzt und fasst auch in der Österreichischen Wirtschaft immer mehr Fuß.

Das Österreichische Bundesgesetzes über Mediation in Zivilrechtssachen (Zivilrechts-Mediations-Gesetz – Ziv-MediatG) beschreibt den Begriff der Mediation so:

Mediation ist eine auf Freiwilligkeit der Parteien beruhende Tätigkeit, bei der ein fachlich ausgebildeter, neutraler Vermittler (Mediator) mit anerkannten Methoden die Kommunikation zwischen den Parteien systematisch mit dem Ziel fördert, eine von den Parteien selbst verantwortete Lösung ihres Konfliktes zu ermöglichen.“[1]

§ 2 des  Bundesgesetzes über bestimmte Aspekte der grenzüberschreitenden Mediation in Zivil- und Handelssachen in der Europäischen Union (EU-Mediations-Gesetz –EU-MediatG) definiert den Begriff wie folgt: „Mediation: ein strukturiertes Verfahren ungeachtet seiner Bezeichnung, in dem zwei oder mehr Streitparteien mit Hilfe eines Mediators auf freiwilliger Basis selbst versuchen, eine Vereinbarung über die Beilegung ihrer Streitigkeit zu erzielen, unabhängig davon, ob dieses Verfahren von den Parteien eingeleitet, von einem Gericht vorgeschlagen oder angeordnet oder nach dem Recht eines Mitgliedstaats vorgeschrieben wird;“[2]

 

Quellen

[1]    Zivilrechtsmediationsgesetz (ZivMediatG): BGBl. 29/2003; § 1 (1)
[2]    Bundesgesetz über bestimmte Aspekte der grenzüberschreitenden Mediation in Zivil- und Handelssachen in der Europäischen Union (EU-Mediations-Gesetz – EU-MediatG): StF: BGBl. I Nr. 21/2011 (NR: GP XXIX RV 1055 AB 1125 S. 99. BR; AB 8469 S. 795.); S. 1. Unter: http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung/Bundesnormen/20007234/EU-MediatG%2c%20Fassung%20vom%2018.12.2013.pdf ; (abgerufen am 18. 12. 2013; 12:55)

 

Aktuelle Entwicklungen

Mehr über aktuelle Enticklungen in der österreichischen Wirtschaftsmediation erfahren Sie hier.

Sollten Sie inhaltliche Fragen zum Thema haben, helfen Ihnen die Mediatoren und Mediatorinnen des Leadership-Institutes gerne weiter.

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